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Ich höre immer wieder, dass Konditions- , Herz- Kreislauftraining, mal auspowern wichtig wäre, ....

.... kann/soll man es wirklich weglassen?


Dies ist eine Frage, die einer meiner Kunden an mich gerichtet hat und die sich vlt. der eine oder andere von euch auch schon gestellt hat. Nun ja, betrachten wir uns das Ganze mal näher. 


Dieser Beitrag betrachtet "Ausdauertraining" aus einem unterschiedlichen Blickwinkel mit Fokus auf "gesundheitsorientiertem Training". Es können durchaus auch wertvolle Ideen für ambitionierte Athleten und Ausdauersportler mit dabei sein.


Dies ist meine Perspektive und persönliche Erfahrung über die letzten Jahrzehnte im Sport als Trainer und als Mentor im Bereich der Meditativen Bewegung/Körperarbeit.


Als erstes definieren wir mal Training ganz allgemein:

Training ist ein Prozess, der die Absicht hat, mit progressiver Steigerung Systeme im Körper/Geist dazu anzuhalten, sich weiterzuentwickeln, sich den neuen Reizen anzupassen. Hierfür benötigen wir dementsprechend einen trainingswirksamen Reiz, der diese Anpassung auch hervorrufen kann und dementsprechende Erholungsphasen, die dem System „Körper/Geist“ auch die notwendigen Ressourcen und Zeit zur verfügung stellen dies auch tun zu können.


Da unser Hauptfokus auf der Qualität von Bewegungen/Übungen liegt, haben wir hierfür dementsprechend eine andere Sichtweise was trainingswirksamer Reiz und Erholung anbelangt, als ein Großteil der Gesellschaft da draußen.


Nun denn, die Ergebnisse sprechen dann doch auch für uns :-). 

Ausdauertraining aus einem anderen Blickwinkel


Wenn du bereits bei uns trainierst, dann hast du bestimmt schon bemerkt, wie viel unnötige unbewusste Muskelspannung wir mit uns herumtragen!? Diese erhöhte Grundspannung führt dementsprechend auch dazu, dass deine Blutzirkulation, Zirkulation deines Lymphsystems, deine Nervenleitgeschwindigkeit u.a. in ihren Aufgaben eingeschränkt sind. 

Ok, nochmals, wenn der Muskel unter Spannung steht, wird die Zirkulation eingeschränkt, logisch. Und dies passiert nun in deinem ganzen Körper.


Überall gibt es Muskeln, die eine zu hohe Grundspannung in Ruhe haben (oft schon im Liegen, geschweige im Stehen oder dann in Bewegung) und deine Blutversorgung einschränken. 

Jetzt kommt der Mensch und sagt: "Hey, wir brauchen mehr Ausdauer!"(erhöhte „Durchflussmenge" damit mehr O2 Transportiert werden kann um die Muskulatur unter Belastung zu versorgen). "Am effektivsten sind Protokolle mit hohen Intensitäten, dies ist dann auch noch gesund für unser Herz!"


Aber auch lange, gleichmäßige Belastungen sind nicht so gesund wie viele denken, dass sie sind!

Warum nicht?


Simpel veranschaulicht an einem Gartenschlauch.

Die erhöhten Spannungen im Muskel sind wie Knicke im Gartenschlauch. Jetzt möchten wir, dass mehr Wasser am Ende des Schlauches herauskommt.


Anstelle sich darum zu kümmern die Knicke zu beseitigen, drehen wir einfach den Wasserhahn mehr auf.

Was passiert? Der Druck im ganzen System erhöht sich, die Menge die hinten rauskommt ist nicht wirklich dramatisch mehr.

Dann könnte ja dann noch einer auf die Idee kommen, wir brauchen nur eine größere Pumpe die mehr Wasser in den Schlauch fördern kann? Sprich, das Herz muss trainiert werden!! 😞



Anstelle dem Herz wieder Raum und Zeit zu geben sich vom Leben zu erholen, hauen wir drauf!!

So oder so ähnlich sehe ich oft die Herangehensweise an ein gesundheitsorientiertes „Ausdauertraining“. (ok, auch im Sport sehr oft zu sehen).




Was bedeutet dies nun für unseren Körper?


Tja, wenn wir uns nicht darum kümmern, die Knicke aus der Leitung zu bringen, sprich aktiv deine Muskeln zu entspannen, dann erzeugen wir nur unnötig zusätzlichen Stress für unser Herz-Kreislaufsystem.

Je mehr ich die Fähigkeit des "Aktiven Entspannen" verkörpert habe, desto mehr „Ausdauer“ werde ich haben, desto mehr wird sich dein Herz freuen!! 


AUSPOWERN in einer Zeit in der schon längst alle AUSGEPOWERT sind klingt doch wirklich sehr nach Einbahnstraße oder etwa nicht?

Ich kenne nicht viele Menschen, die ihr Nervensystem in eine tiefere Entspannung bringen können (Parasympathikus) und es auch dort während normalen Tätigkeiten im Alltag belassen können. Somit erholen wir uns nie wirklich und hauen dann mit intensiven Trainingseinheiten nochmals einen drauf. Dies führt wohl langfristig nicht zu „mehr“ Gesundheit, eher im Gegenteil.


Was kann ich nun tun?


Simpel, übe an deiner Fähigkeit der "Aktiven Entspannung" weiter, mit allen Bewegungen die dazu gehören- Atmung zuerst, Körper/Bewegung als zweites- und dein Herz- Kreislaufsystem wir dir es in Form von „mehr“ Gesundheit und Leistungsfähigkeit danken. 


Wenn Du mehr dazu erfahren möchtest, dann schreibe mir gerne und wir können gemeinsam herausfinden, was deine nächsten konkreten Schritte zu mehr "Ausdauer", Freiheit, Leichtigkeit und Freude in deinem Leben sein können.



Aloha,

Markus

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