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Warum reden wir von Schmerzen durchbrechen und nicht von "schmerzfrei"?

So oft kommen Menschen zu mir und haben den Wunsch „schmerzfrei“ durch ihr Leben zu gehen bzw. weiter zu gehen. Wenn wir aber genauer hinsehen, dann geht es doch oft um einen spezifischen Schmerz, welchen einen schon länger begleitet und man weiß nicht mehr, was man damit tun bzw. nicht tun soll. Man hat das Gefühl, dass man feststeckt.


Wenn wir Menschen unterstützen und begleiten, reden wir immer von „Schmerzen durchbrechen“, heißt: die immer wiederkehrenden, gleichen oder ähnlichen Symptome in unserem Körper zu verändern, damit diese endlich gehen können. Dies kann physische sowohl auch mental/emotionale Ursachen haben.


Umgekehrt betrachtet, schmerzfrei würde indizieren, nichts mehr fühlen zu wollen?!? Oder nur das vermeintlich „Gute und Schöne“ zu fühlen.


Nun ja, vielleicht erkennst Du bereits, dass es nicht um den Schmerz bzw. Schmerzen im allgemeinen geht, sondern eher darum, was Schmerz für uns bedeutet, welche Bewertung wir diesem Wort, diesen Erlebnissen geben und gegeben haben.


Unsere vielleicht „schockierende" Perspektive zu „schmerzfrei“ lautet:

  • Schmerzfrei sein gibt es nicht

  • Schmerzfrei ist eine Illusion unseres Verstandes

  • Schmerzfrei würde bedeuten, wir sind Tod!

Schmerz gehört zum Leben dazu, ohne Schmerzen wären wir nicht da, wo wir heute sind.


Dies beginnt als Baby, als Kleinkind, wenn Dinge wie „Ich darf das jetzt nicht haben“ schon tiefsten Schmerz verursachen, wenn Dinge nicht so laufen wie wir es gern hätten bzw. es erwarten, wenn wir uns verletzen (körperlich),…usw..


Als Kinder war es dann im nächsten Augenblick auch schon wieder OK und wir haben einfach weiter gemacht.


Als Erwachsene ist dies immer alles noch ähnlich.

Nur haben wir irgendwann beschlossen, das Schmerz etwas schlechtes/böses ist, dass Schmerz nicht mehr zu unseren Leben gehören darf, das Schmerz uns zurückhält, das wir Schmerz persönlich nehmen…dabei befindet sich der Schmerz nur außerhalb unserer "Komfortzone"!

Wenn ich nur an Ereignisse denke:

  • bei denen wir uns körperlich verletzen

  • bei denen unser Körper bereits stark eingeschränkt ist

  • bei denen uns nahestehende Personen „große Herausforderungen“ durchleben oder evt. sogar sterben

  • bei denen wir selber „große Herausforderungen“ durchleben (wie es in der aktuellen Zeit gerade der Fall ist)

  • bei denen eine Beziehung zu endet geht

  • bei denen Dinge überhaupt nicht so laufen, wie wir uns gedacht oder gewünscht haben

  • ...

…diese sind immer in einer gewissen Art und Weise mit „Schmerz“ verbunden. Somit ist irgendwie klar, „schmerzfrei“ wird es nicht geben.


Schmerzfrei würde dann bedeuten, wir halten uns als Mensch zurück, wir halten uns vom Leben zurück.


Wenn wir aber wieder erkennen können, dass diese Schmerzen nichts persönliches gegen uns selber sind, sondern einfach nur Signale, zu gewissen Ereignissen die gerade in uns und um uns herum passieren, Ereignisse die sich außerhalb unserer "Komfortzone" befinden, dann kann sich alles ändern.

Schmerzen durchbrechen heißt aus unserer Perspektive, sich nach und nach bewusst werden, was denn alles zu diesem Schmerz beiträgt, sowohl physisch als auch psychisch. Somit geht es um „Wachstum“ als Mensch.

  • Welche Verhaltensmuster liegen diesen Schmerzen zu Grunde?

- physische Haltungsmuster

- physische Bewegungsmuster

- Mentale Verhaltensweisen

- Emotionale Verhaltensweisen


  • Wie gehe ich mit meinem Körper/ mit mir selber um?

  • Wie ist meine Beziehung zu meinem Körper/ zu mir selbst?

  • Wie gehe ich mit Herausforderungen um?

  • Kann ich mir erlauben zu fühlen?

  • Was bedeutet Schmerz für mich? Kann mich diese Perspektive unterstützen oder hält mich diese eher zurück?

  • ...


Dies nur mal als Anhaltspunkte, was Schmerzen durchbrechen bedeuten kann, um auch wirklich langfristig von den immer wiederkehrenden, gleichen Schmerzen weiter zu kommen.


Wir können Dir zeigen, wie Du mit einer gewissen Leichtigkeit und Souveränität deine Komfortzone verlassen kannst, um all die Möglichkeiten zu sehen, welche schon längst da sind, um deine Schmerzen endlich durchbrechen zu können.



Schreibe mir doch gerne, wie deine derzeitige Beziehung zu dem Wort/Erlebnis „Schmerz“ so ist und ob dies aus deiner Sichtweise unterstützend sein kann oder eher nicht.


Ich freu mich, von Dir zu hören!

Aloha,

Markus

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